Die Angst vor dem Erröten
Hilfe beim Erröten – TIPP:
Die EE-Methode. Hilfe bei Angst vor dem Erröten!
Erythrophobie (griech. die Angst vorm Erröten) ist ein Problem, das viele kennen aber die wenigsten sprechen darüber. Die Angst vorm Erröten gehört zu den sozialen Phobien. Vorwiegend ist das Gesicht und die Halsregion beim Erröten betroffen. Für die Betroffenen ist das Erröten ein sehr schambehaftetetes Thema, obwohl die Anzahl der Betroffenen viel höher zu sein scheint, als man denken möchte.
Erröten wird mit Scham, Lüge, sich ertappt fühlen, schüchtern sein, aber auch mit Liebe und Liebenswürdigkeit gleichgesetzt. Erröten kann z. B. passieren, wenn man plötzlich im Mittelpunkt steht, dann ist diese Stressreaktion eine Reaktion auf eine psychische Belastung. Man hat Angst den Erwartungen anderer nicht gerecht zu werden, man hat Angst vor dem Versagen und errötet. Jeder kann sehen, dass Sie doch nicht die selbstbewusste Person sind, die Sie gerne darstellen möchten. Denn eigentlich ist es eher die Angst, was andere über Sie denken könnten.
Es ist ein Teufelskreis: Merkt man das Erröten, versucht man mit aller Kraft dagegen anzukämpfen. Daraus resultiert jedoch, dass das Erröten intensiver wird und länger anhält. Die Angst verselbstständigt sich; daraus resultiert die Angst vor dem Erröten bzw. die Angst vor der Angst (Phobie). Der Leidensdruck wächst. Ein Kreislauf, der manchmal zu Verzweiflung und Isolation treibt.
Was passiert im Körper, wenn wir erröten?
Das Erröten ist eine ganz gesunde und normale Reaktion des Körpers. Bei körperlicher Anstrengung oder wenn wir hohen Temperaturen ausgesetzt sind (zum Beispiel Sonne) oder bei Akoholkonsum steigt die Körpertemperatur. Der Körper möchte aber immer eine gleich bleibende Temperatur aufrechterhalten und deshalb erweitern sich die Blutgefäße, was zu einer stärkeren Durchblutung führt. Wir erröten. Personen die häufig erröten, haben auch ein besonders empfindliches Nervensystem, das sogenannte “sympathische Nervensystem”.
Die Erytrophobie ist im Prinzip rein psychischer Natur. Jedoch ist die Gesichtshaut dieser Personen meist dünn, sehr empfindlich und gereizt und mann nimmt das Erröten stärker wahr. Oft tritt sie in Verbindung mit der Gefäßerkrankung Rosacea (eine Gebwebsentzündung) oder Couperose auf.
Was sind das für Menschen, die schnell und häufig erröten?
-feinfühlig
-sensibel
-schüchtern
-machen sich viele Gedanken
-wollen immer fehlerlos sein
Hilfe gegen das Erröten
Ein guter Ausweg für das Erröten ist die Psychotherapie. Hier unterscheidet man zwei Formen: Einmal die tiefenpsychologisch fundierte Therapie oder die kognitive Verhaltenstherapie gegen das Erröten. Bei der ersten Form wird in der Kindheit erforscht, nicht verarbeitete Situationen und Erlebnisse werden besprochen und versucht zu verarbeiten um das Erröten zu lindern. In der Kindheit wird häufig der Grundstein für das Erröten gelegt. Die Verhaltenstherapie wirkt anders: Ziel ist hierbei die Ausbildung und Förderung von Fähigkeiten. Die Techniken sollen der Person eine bessere Selbstregulierung ermöglichen. Ziel kann nicht sein, das Erröten generell zu verhindern, obwohl dies für die Betroffenen wünschenswert wäre. Sie lernen vielmehr die Zusammenhänge des Verhaltens zu erkennen, beim Erröten. Sie lernen, dass sie noch mehr Anspannung und Stress erzeugen, wenn sie es sich verbieten zu erröten. Dann werden die erlernten Einstellungen gegenüber dem Erröten überprüft und neue erarbeitet. Mit den neuen Einstellungen begeben sich die Betroffenen bewusst in Stresssituationen, bei denen sie erröten könnten und erlauben sich ganz bewusst das Erröten.
Nun möchte ich Ihnen schon vorab ein paar Tipps gegen das Erröten und die Angst davor geben:
Als erstes sollten Sie Ihr Selbstwertgefühl stärken. Rufen Sie sich Ihre Erfolge und Stärken in Erinnerung. Nehmen Sie eine selbstbewusste Körperhaltung ein, stehen Sie gerade, die Schultern zurück, die Brust raus und den Kopf gerade halten. Stellen Sie sich vor den Spiegel und sagen Sie sich mehrmals am Tag: “Ich mag mich. Ich bin gut, so wie ich bin und ich darf so sein, wie ich bin, auch wenn ich mal erröte!” Schauen Sie sich dabei in die Augen. Erstellen Sie eine Liste mit Eigenschaften, die toll an Ihnen sind. Bei Selbstzweifeln holen Sie die Liste immer wieder hervor. Denken Sie daran: Nur weil Sie ab und an erröten, heißt das noch lange nicht, dass Sie nicht liebenswert sind! Fragen Sie Vertraute, was sie über das Erröten denken.
Dieses Hörbuch eignet sich sehr gut um das Selbstbewusstsein zu steigern um somit das Erröten einzuschränken:
Als zweites sollten Sie lernen, dass es nicht schlimm ist, wenn andere Leute Ihr Erröten sehen. Häufig steht die Selbstwahrnehmung und die wirkliche Gesichtsverfärbung in einem starken Missverhältinis. Je mehr Sie gegen das Erröten ankämpfen, desto schlimmer wird es. Betrachten Sie das Erröten als stillen Begleiter, der Ihnen nichts böses will. Es ist keine Schande, dass sie erröten! Das Erröten ist nur so schlimm, wie Sie es sehen. Sie sind eben ein besonders feinfühliger Mensch. Das Erröten ist Ihre Art zu reagieren! Vielleicht nehmen es andere Menschen gar nicht so wahr wie Sie; Erröten kann eben vieles bedeuten. Lenken Sie ihre Aufmerksamkeit lieber auf die Ziele, die Sie im Gespräch erreichen möchten. Hören Sie auf zu denken, dass sie nie wieder erröten möchten. Das Erröten ist eine wichtige körperliche Reaktion. Das nimmt auch schon einiges an Druck.
Als drittes empfehle ich Ihnen speziele Atemtechniken zu erlernen oder zum Beispiel autogenes Training, Yoga und progressive Muskelentspannung um das Erröten zu minimieren. Die körperlichen Begleiterscheinungen der Angst vor dem Erröten können gemindert werden. Damit lernen Sie ganz bei sich zu sein und können sich tiefergehend entspannen.
Lernen Sie dumme Sprüche zu ignorieren. Erröten – na und? Das ist eben Ihre augenblickliche Reaktion. Menschen, die Ihnen nicht so nahe stehen, sollten Sie Konter geben. Wie wäre es z. B. mit: “Ich kann auch lila, blau und grün werden, wenn ich will!” Das wirkt entwaffnend. Ihrem Partner und Freunden teilen Sie am besten mit, dass sie Ihnen damit keineswegs helfen.
Das Erröten kann man auch operativ unterbinden. Bei der sogenannten endoskopischen transthorakalen Sympathektomie (ETS). Der symphatische Nerv wird abgeklemmt oder durchtrennt; die Blutzufuhr wird somit reguliert und das Erröten unterbunden. Das sympathische Nervensystem steuert die Blutzufuhr. Auf den ersten Blick mag das eine einfache und schnelle Methode zu sein das Erröten los zu werden. Viel schneller, als an sich selbst zu arbeiten. Zu Überwindung der Angst vor dem Erröten gibt es viele wirksame Vorgehensweisen, ob eine Operation dazugehört, ist jedoch fraglich. Nebenwirkungen gibt es immer, denn man greift schließlich ohne gesundheitlichen Grund in ein funktionierendes System ein. Der Körper muss das also anders kompensieren. Er sucht sich andere Wege, den Anstieg der Temperatur und das Erröten auszugleichen. Beispielsweise schwitzt man dann stärker statt zu erröten und bekommt aber im Gegenzug trockene Augen und kalte Hände und Füße.
Demnächst können Sie hier unser Ebook zum Thema “Erröten” downloaden. Es lohnt sich also ab und zu vorbei zu schauen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen vorab schon einige Tipps zum Thema Erröten geben. Noch mehr Informationen und Hilfe zum Thema Erröten erhalten Sie bei der EE-Methode:
Die EE-Methode. Die systematische Beseitigung von Schüchternheit, Erröten, Sprechangst, Redeangst und anderen seelischen Hemmungen (Broschiert):